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Chiefs I: Interview mit Coach Wolfgang Hellwig

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hellwig wolfgang portrait
Hallo Wolfgang, herzlich willkommen in Uedesheim bei den Chiefs und vielen Dank das Du Dir ein wenig Zeit für uns nimmst. Obwohl der Abschied von Gerry Elsen bereits lange fest stand, konnte Manager Peter Lehmann Dich erst spät verpflichten. Wie verliefen Eure Gespräche und warum hast Du Dich letzten Endes dazu entschieden, den Job bei den Chiefs anzunehmen?

Nach 3 Jahren Kaarst war es für mich wichtig, das diese mit jungen Talenten gespickte Mannschaft in der 1. Liga verbleiben konnte. Wären die Kaarster abgestiegen wäre ein Wechsel zu einen anderen Verein gar nicht in Frage gekommen. Dazu kam auch noch das meine berufliche Situation sich sehr schnell geändert hat. Die Gesprächen zwischen mir und Herrn Lehmann waren kurz und wie man weiß positiv, sonst wäre ich nicht hier. Auf deine Frage warum: Der Reiz aus vielen guten Einzelspielern eine homogene Mannschaft zu Formen.

Rückblickend, wie sieht man die Chiefs als Kaarster Trainer?

Wie ich oben schon erwähnt, gute Einzelspieler aber keine homogene Mannschaft.

Wie siehst Du die Crash Eagles jetzt als Coach der Chiefs?

Einen Konkurrenten um einen Play-Off Platz.

Dein Ex-Klub hat sportlich den Klassenerhalt nicht geschafft. Die Chiefs haben dieses Ziel im letzten Jahr erreicht, allerdings gab es doch überwiegend lange Gesichter weil der Sprung in die Play-Offs nicht gelungen ist. Oftmals hat man sich dabei selber im Weg gestanden. Ohne große Analysen, was denkst Du, warum die Jungs so viele Punkte haben liegen lassen, unter Anderem auch gegen Kaarst?

Deine Aussage gegen Kaarst ist nicht richtig, man sollte lieber mal die Niederlagen Freiburg zu Hause, Freiburg Auswärts, Assenheim zu Hause, Assenheim Auswärts, sehen die nach Führungen und immer kurz vor Schluss verloren gegangen sind. Auf den Teil deine Frage warum: Ich war nicht dabei und kann diese Frage nicht beantworten.

Du bist erst zwei Wochen im Amt, konntest Dir sicher aber schon einen Überblick über Deinen Kader machen. Was denkst Du über das Team? Es sind ja doch mehr erfahrene und weniger junge Spieler dabei als in Kaarst.

Im Kader der Chiefs ist eigentlich eine gesundes Verhältnis aus alt und jung vorhanden, man sollte nur versuchen, sie auch zum Einsatz zu bringen. Es bringt nichts die ganze Saison mit 8-10 Leuten auszukommen wenn man 16 hat.  

Das Team ist größtenteils zusammengeblieben und mit Holger Schrills, Robert Eefting und Deinem Sohn Marco verstärkt worden. Eine gute Mischung?

Ich glaube einfach das diese Mischung stimmt, sonst hätte ich dieses Amt nicht übernommen. Nun liegt es an mir aus dieser Mischung einen guten Cocktail zu mixen.

Bei den Chiefs stehen mit Andri Salomonson, Stephan Kreuzmann und Jannik Woidtke auch noch drei Cracks auf der Liste, die noch auf dem Eis aktiv sind und erst später in die Vorbereitung der Chiefs einsteigen können und evtl. auch vor dem Ende der Saison schon wieder weg sind. Seit Jahren ein Thema. Wie stehst Du dazu?

Ich sehe die ganze Sache positiv und glaube das wir durch diese Leute gerade im Trainingsbetrieb eine höheres Level erreichen und das davon andere Spieler profitieren können.

Wie schon erwähnt hat Dein Ex-Club auch sehr vom eigenen Nachwuchs gelebt. Bei den Chiefs kommt diese Komponente beinahe schon traditionell zu kurz. Möchtest Du auch hier mittelfristig eine Veränderung anstreben oder wird auch weiterhin auf Erfahrung von „extern“ gesetzt?

Wir haben mit Nico (16) und Michael Stumpf (19) schon 2 junge Leute im Team wobei Michael schon eine Saison gespielt hat. Solange der Juniorentrainer nichts gegen die Teilnahme von Nico an unserem Training hat werden ich ihn weiter mittrainieren lassen.

Was können wir von Dir als Trainer erwarten? Kumpeltyp? Harter Hund? Großer Motivator? Und welche Philosophie verfolgst Du als ehemals erfolgreicher Stürmer? Lieber 1:0 oder 8:7?

Alle 3 Kriterien machen einen guten Trainer aus. Würden alle unsere Spiele so ausgehen würden wir Deutscher Meister werden.

In diesem Jahr gibt es erstmals eine eingleisige Bundesliga. Es wird sicher nicht leicht, aber die Fans können sich regelmäßig auf interessante Gegner im „ChiefsGarden“ freuen. Empfindest Du diesen gestiegenen Wettbewerb bereits in der Hauptrunde als Vor- oder Nachteil?

Die Antwort hast du im Prinzip schon selbst gegeben, jedes Spiel ist eine Herausforderung und für jeden gleich schwer. Dieser Modus macht die Liga nur noch interessanter.

Meist Du das ein Team wie z.B. Augsburg oder Bissendorf – oder vielleicht sogar Uedesheim - die Vorrunde klar dominieren wird oder wird es eng zugehen an der Spitze der Tabelle?

Ich glaube durch die Zusammenführung der Ligen ist eine gewisse Leistungsdichte erreicht worden, die der Liga eine gewisse Brisanz gibt.

Letzte und wichtigste Frage: welches Ziel hast Du mit den Chiefs in diesem Jahr?

In den Play–Offs eine gewichtige Rolle mitspielen.

Alles klar, danke für das Interview und viel Glück in der neuen Saison!

 

Die Chiefs bedanken sich...

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