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Chiefs I: Vier Punkte - Play-Off's gesichert!

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Die Uedesheim Chiefs sind „zurück“ im Kampf um die Deutsche Meisterschaft. Nach der verpatzten Saison 2009 haben sich die Chiefs bereits am Samstag im Spiel gegen Freiburg den Einzug in die Runde der letzten Acht gesichert.

Das Spiel gegen die Beasts begann auf beiden Seiten recht zerfahren, selten liefen Spielzüge über mehr als drei Stationen, oftmals waren Einzelleistungen nötig, um Torgefahr zu entwickeln. Benjamin Meschke gelang die frühe Führung für Uedesheim (1:0, 2. Minute), aber danach konnten sich die deutlich giftigeren Gäste mehr und mehr vor dem Tor von Marc Baumgarth festspielen und Chancen kreieren. Robert gelang der Ausgleich zum 1:1 (7.).

Ihre einzige Überzahl konnten die Chiefs danach in Person von David Bromé ausnutzen. Auf Zuspiel von Marcel Mörsch traf der Schwede zur erneuten Führung (2:1 / 11.). Aber die Beasts blieben der erwartet unangenehme Gegner und machten weiter mit schnellen Kombinationen Druck auf das Uedesheimer Tor. Belohnt wurden die Mannen aus dem Breisgau mit der nicht ganz unverdienten 2:3 Pausenführung, die durch Treffer von Bauer (14.) und Kinderknecht (19. / ÜZ) zustande kam.

Zum zweiten Drittel kam eine völlig veränderte Mannschaft der Chiefs auf’s Parkett. Coach Gerry Elesen sprach nachher vom „besten Drittel der Saison“, und damit lag er sicher nicht falsch. Plötzlich kamen die Freiburger hinten kaum noch raus und die Chiefs kombinierten nach Belieben. Und endlich einmal münzte die Mannschaft ihre Überlegenheit auch in Tore um. Mörsch (22. / 37.), Pascal Patten (24. / 39. / 40.), Bromé (25.) und Sebastian Schreiber (31.) sorgten für sieben Uedesheimer Treffer im Mitteldrittel. Für Freiburg traf lediglich Bauer (31.), und damit gingen die Chiefs mit einer 9:4 Führung in die letzten 20 Minuten.

Doch jetzt sah es wieder komplett anders aus auf dem Feld. Plötzlich war Freiburg wieder drückend überlegen und hatte Chancen im Minutentakt. Mehrfach musste Marc Baumgarth alles geben und weitere Gegentreffer zu vereiteln, einige Male war er allerdings schlicht und ergreifend machtlos. Durch einen Doppelschlag von Kinderknecht (47. / 53.) und einen Fernschuss von Böcherer (56.) kamen die Beasts wieder auf 9:7 heran, und drückten weiter. Teilweise hatten die Chiefs in dieser Phase Probleme, die Kugel überhaupt aus ihrer Hälfte zu spielen.

Als die Breisgauer dann kurz vor Schluss ihren Keeper aus dem Kasten nahmen, bot sich Bromé die Chance, das Spiel zu entscheiden, aber der Schwede zielte aus drei Metern vorbei am leeren Tor. Besser machte es Denis Nimako 18 Sekunden vor dem Ende, der mit seinem Treffer zum 10:7 die Entscheidung herbeiführte.

„Wir sind wieder zurück“, freute sich Gerry Elesen nach der Partie. „Im letzten Juni haben wir bei null angefangen und jetzt stehen wir hier und haben was Tolles geschafft. Ich bin stolz auf die Jungs.“ Besonders stolz war der Niederländer wie schon beschrieben auf das Mitteldrittel. „Wenn wir so in den Play-Off’s spielen, können wir jeden schlagen.“

Aber ihm waren auch nicht die Minuten davor uns danach entgangen. „Man muss sehen das Freiburg eine gute Mannschaft mit einer unglaublich starken ersten Reihe ist. Aber insgesamt haben wir defensiv sehr konzentriert dagegen gehalten. Im letzten Drittel hatten wir die Partie vielleicht schon zu früh abgehakt, aber es ist ja alles gut gegangen.“

Am Sonntag waren dann die Hotdogs aus Bräunlingen zu Gast im „ChiefsGarden“. Für die Gäste der vorerst letzte Auftritt in der ersten Liga, mit einem Sieg und drei Unentschieden fehlte einiges, um in der Liga zu bleiben. Aber die sieben Feldspieler aus dem Süden schlugen sich wacker und verloren am Ende nur mit 6:3 (1:1 / 3:1 / 2:1).

Gerry Elesen meinte nach dem Spiel, dass schnell klar war, dass es „um nichts mehr geht“, und so hatten einige Vorbereitungsspiele vor der Saison deutlich mehr Intensität als dieses Ligaspiel. Die Hotdogs standen tief und spielten einige schnelle Konter. Einer davon führte zum 0:1 durch Schmid (7. Minute). Die Chiefs waren zwar stets bemüht, aber fahrig und ungenau. Erst ein satter Schuss von Benni Aumann besorgte den 1:1 Ausgleich (15.) und den Stand nach dem ersten Drittel.

Ein Doppelschlag von Stefan Collard (26.) und Pascal Patten (28.) brachte den Chiefs die 3:1 Führung, aber die Partie wurde kaum besser. Hotdogs-Keeper Müller machte Chance um Chance der Chiefs zunichte und auf der anderen Seite konnte Hoffmann die Kugel zum 3:2 durch die Schoner von Olli Derigs drücken (32.). Das 4:2 für Uedesheim war dann ein glasklares Eigentor der Gäste (36.).

Den letzten Saisontreffer der Hotdogs besorgte erneut Hoffmann, der in der 43. Minute in Überzahl auf 4:3 verkürzen konnte. Trotz einer ganzen Reihe mehr Feldspieler konnten die Chiefs ihre zusätzliche Luft am Ende nur spärlich in Tore ummünzen. Sebastian Schreiber sorgte in der 54. Minute für die Vorentscheidung (5:3) und Paddy Komor rundete das Spiel mit einem Knaller sechs Sekunden vor dem Ende ab (6:3 / 60.).

„Gut war es heute sicher nicht, aber so ist das eben manchmal wenn’s um nichts mehr geht“, kommentierte Elesen die Partie nach dem Spiel. „Ich hoffe wir können jetzt schnell gegen Köln spielen, da geht es ja auch um nichts mehr. Danach müssen wir wieder Spannung für die wichtigen Spiele aufbauen.“

Ein letztes Mal müssen die Chiefs nun noch in der Liga ran, allerdings gibt es noch keinen Nachholtermin für das Spiel gegen Köln-West. Wann auch immer das Spiel stattfindet und wie auch immer es ausgeht – mehr oder weniger als Platz vier ist für die Chiefs nicht mehr drin.
 

Die Chiefs bedanken sich...

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