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Chiefs I: Bromé trifft Last-Minute!!!

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Die Uedesheim Chiefs haben sich das Leben im Pokal-Achtelfinale am Sonntag unnötig schwer gemacht, am Ende aber doch mit 6:5 (3:1 / 2:2 / 1:2) gegen Samurai Iserlohn gewonnen.

Coach Gerry Elesen musste auf seine Landsmänner auf Rollen verzichten, die eine Auszeit zugesprochen bekamen. Zudem musste Bernd Hausmann nach einem Insektenstich am Vorabend passen – sein Fuß hatte in etwas das doppelte Volumen und an Spielen, geschweige denn einfaches Auftreten, war nicht zu denken.

Dennoch konnte Elesen drei Reihen aufbieten, und da auch die Gäste offenbar alle Spieler aus dem Urlaub zurückbeordert hatten, konnte das Pokalspiel unter Verbandsaufsicht beginnen. Früh fanden sich die Chiefs in Unterzahl wieder und Keeper Olli Derigs wurde gleich warmgeschossen. Bei einem nicht gegebenen „Wembley-Tor“ sowie einem darauf folgen Pfostentreffer hatten die Chiefs mächtig Glück. Auf der anderen Seite konnte Max Rejhon einen Querpass abfangen und alleine auf’s Gäste-Tor laufen, leider ohne Erfolg.

Beide Mannschaften belauerten sich in der Anfangsphase, und nachdem Gäste-Keeper Sirringhaus einen Sololauf von André Ringl noch abwehren konnte, war er im zweiten Versuch machtlos. Marcel Mörsch hatte die Gästeabwehr ausgetanzt und zum 1:0 eingeschossen (10. Minute). Gleich im Gegenzug hatte Poerschke die Chance zum Ausgleich, scheiterte aber an Derigs. Es folgte die stärkste Phase der Chiefs, Iserlohn fand sich nur verteidigend vor dem eigenen Tor wieder. Ringl (16.) und David Bromé (17.) fanden jedoch die berühmte Lücke und konnten die Führung auf 3:0 ausbauen. Im direkten Gegenzug hämmerte Wichern die Kugel zum 3:1 Pausenstand in die Uedesheimer Maschen (18.).

Weiterhin mit viel Druck begannen die Chiefs das Mitteldrittel. Zwar kamen die Gäste immer wieder zu Chancen nach schnellen Kontern, aber vor dem Tor war die Elesen-Truppe einfach abgebrühter. Benjamin Meschke erzielte das 4:1 (23.), und nach einem feinen Freistoß-Trick durften die Uedesheimer Fans das 5:1 bejubeln: Paddy Komor lupfte die Kugel zu Stephan Kreuzmann, der am langen Pfosten stand und volley traf (24.).

Die komfortable Führung hätte den Chiefs eigentlich Sicherheit geben sollen, aber man ließ die durch den Spielstand unbeeindruckten Gäste weiter mitspielen und treffen. In Überzahl erzielte der quirlige Czernohous das 5:2 (26.), danach standen wieder die Keeper im Rampenlicht. Aber sowohl Derigs als auch Sirringhaus verhinderten vorerst weitere Treffer. Es bedurfte einer weiteren Überzahl, bis der nächste Treffer fiel. Plate traf dabei für Iserlohn zum 5:3 (34.), und hätte Derigs in den Schlusssekunden des zweiten Drittels nicht förmlich Kopf und Kragen riskiert, wäre die Partie beinahe jetzt schon gekippt.

Das erledigten die Gäste allerdings ziemlich schnell im letzten Drittel. Binnen weniger Sekunden traf zunächst Poerschke (41.), dann war Bialke zur Stelle (42.) und es stand auf einmal 5:5. Die Chiefs fingen sich aber wieder und fanden zurück in die Partie. Beide Teams legten ihr Hauptaugenmerk auf den Angriff und erspielten sich gute Chancen. Aber selbst beste Gelegenheiten und Überzahlspiele brachten lange nicht den gewünschten Erfolg.

Als die Chiefs drei Minuten vor dem Ende eine 2 auf 1 Situation nicht nutzen konnten und im Gegenzug Poerschke gleich zweimal freistehend nicht an Derigs vorbei kam, deutete alles auf eine Verlängerung hin. Doch es kam anders. Wegen Spielverzögerung bekamen die Chiefs bei 59:23 eine späte Überzahlsituation zugesprochen. Um es nochmal etwas spannender zu machen, gewährte man den Gästen zunächst einen blitzsauberen Konter, aber danach klappte es doch noch. Rejhon nahm unmittelbar nach dem Iserlohner Konter die Kugel auf, sprintete an den beiden aufgerückten Samurais vorbei, passte die Kugel am Dritten vorbei in die Mitte, wo Bromé goldrichtig stand und zehn Sekunden vor dem Ende die Kugel zum 6:5 über die Linie drückte. Danach passierte nichts mehr, der Einzug ins Viertelfinale war damit perfekt.

Die Fans im schwül-warmen „ChiefsGarden“ hatten allen Grund zum Jubeln und auch Gerry Elesen war nach dem Spiel erleichtert und zufrieden: „Wir wollten eine Runde weiterkommen, das haben wir geschafft. Nach dem 5:1 darfst du natürlich nicht mehr so in Bedrängnis kommen, aber am Ende haben die Jungs sich nochmal super aufgebäumt.“ Auch wenn es am Ende knapp war, ordnete der Niederländer den Sieg in die Kategorie „verdient“ ein.

Auf dem Sieg ausruhen können sich die Chiefs aber mit Sicherheit nicht. Denn es stehen nun die entscheidenden Wochen im Play-Off-Rennen an. Am Samstag (12.06. / 16 Uhr) ist der Tabellenführer aus Schwabmünchen zu Gast im „ChiefsGarden“, und bevor die Nationalmannschaft am Sonntag ihr erstes Spiel in Südafrika austrägt, läuft die Elesen-Truppe beim direkten Konkurrenten auf der anderen Rheinseite, bei den Düsseldorf Rams auf (13.06. / 16 Uhr). In der Woche darauf steht das Doppelwochenende in Augsburg und Atting auf dem Programm (19./20.06.).
 

Die Chiefs bedanken sich...

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