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Chiefs I: Niederlage in letzter Sekunde!

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Die Uedesheim Chiefs haben am Sonntag vor heimischer Kulisse das Scheibenschiessen gegen die Freiburg Beasts mit 10:11 (5:3 / 1:2 / 4:6) verloren. Dabei sahen die Hausherren rund zehn Minuten vor dem Ende des Spiels schon wie der Sieger aus, doch die Gäste kamen zurück und siegten mit der sprichwörtlich letzten Kugel zwei Sekunden vor Ende der Partie doch noch.

Durch Engpässe beim Personal liefen bei den Chiefs erneut zwei Debütanten auf: Christian Perlitz und der Niederländer Dave Wilkes machten jeweils ihr erstes Pflichtspiel für die Chiefs und sorgten mit dafür, dass von Beginn an drei Reihen gegen Freiburg auflaufen konnten. Mit Marc Baumgarth im Tor begann eine unterhaltsame Partie.

Die Chiefs waren noch gar nicht richtig auf dem Feld, da lag Freiburg schon vorne. Mathis nutze die allgemeine Schlafmützigkeit und traf zum 0:1 (1. Minute). Aber die Chiefs waren davon nur wenig beeindruckt. Mit Power kam man zurück in die Partie und berannte das Tor der Gäste. Der Erfolg stellte sich unmittelbar ein: Manitas Demelinne (5.), Marcel Mörsch (6.) und Sebastian Muhs (8.) schossen die Chiefs mit 3:1 in Führung.

Beide Teams begegneten sich in der Defensive mit zu viel Respekt und so gab es hüben wie drüben Torchancen en masse. Trotz guter Leistungen beider Keeper klingelte es im ersten Drittel aber munter weiter. Patschull traf zum 3:2 (11.), aber Wilkes (12.) und Pascal Patten (13.) brachten die Chiefs wieder beruhigend mit 5:2 in Front. Der sichtlich und lautstark erregte Trainer der Gäste nahm eine Auszeit, die fruchten sollte: Godenschwegen verkürzte im ersten Drittel jedoch noch auf 5:3 (18.) und rundete damit ein unterhaltsames erstes Drittel ab.

Im Mitteldrittel waren die Beasts in Person von Kunz erneut in den ersten Sekunden erfolgreich und verkürzten auf 5:4 (21.). In der Folge scheiterten die Chiefs am großartig aufgelegten Gästekeeper Müller und Mathis schaffte in der 29. Minute den 5:5 Ausgleich. In Überzahl brachte Mörsch sein Team jedoch wieder in Front (6:5 / 35.). Kurz darauf hatten die Freiburger die Chance, per Penalty wieder auszugleichen. Demelinne hatte einen Gegner am Torschuss gehindert und so sah sich Marc Baumgarth berechtigter Weise dem Topscorer der Beasts gegenüber. Kinderknecht blieb jedoch zweiter Sieger im Duell gegen den Uedesheimer Keeper und so nahmen die Hausherren eine 6:5 Führung mit in den Schlussabschnitt.

Mit Beginn des letzten Drittels machte sich so langsam aber sicher bemerkbar, dass die Gäste bereits ein Spiel vom Vortag in den Beinen hatten. Sie hatten nun wenig zuzusetzen, ganz im Gegensatz zu den Uedesheimer Spielern. Die brannten weiter fröhlich den Kasten der Breisgauer und André Ringl traf im Stile eines Baseball-Spielers aus der Luft zum 7:5 (47.). Doch leider kam danach nochmal Hektik auf und die Chiefs gaben das Spiel nach und nach noch aus der Hand.

Auslöser war ein böser Check von hinten in den Nacken von Wilkes. In erster Erregung drehte sich der Niederländer um und stieß seinen Gegner weg, was die Schiris als Faustschlag werteten und ihm die rote Karte präsentierten. Der Check hingegen wurde nur mit einer kleinen Zeitstrafe belegt. Nach längerer Diskussion ging es zunächst 3 gegen 3 weiter. Paddy Komor fing dabei einen Querpass ab, zog alleine in Richtung Tor und markierte das 8:5 (51.). Drops gelutscht? Keinesfalls! Denn die drei Minuten Überzahl spielten die Gäste hervorragend.

Kinderknecht (53.), Godenschwegen (54.) und zwei Mal Kunz (54. / 56.) schossen die Beasts kurz vor dem Ende der Partie mit 9:8 in Führung. Für langes Entsetzen blieb den Chiefs jedoch keine Zeit. Jetzt drängten die Chiefs mit aller Macht auf den Ausgleich und Muhs war es vorbehalten, die Kugel aus dem Gewühl zum 9:9 über die Linie zu drücken (58.). Beide Teams waren allerdings nicht glücklich mit nur einem Punkt und es wurde weiter aus allen Rohren gefeuert.

Kinderknecht brachte die Beasts 42 Sekunden vor dem Ende des Spiels wieder in Führung (9:10 / 60.), aber darauf hatten die Chiefs noch eine Antwort. Ohne Keeper und mit fünftem Feldspieler sorgte Perlitz mit nur noch 18 Sekunden Spielzeit auf der Uhr für den vielumjubelten Ausgleich (10:10 / 60.). Das anschliessende Bully ging an Uedesheim, ein letzter Angriff sollte die Entscheidung bringen. Leider folgte ein Fehlpass genau auf den Schläger von Mathis, der abzog und oben links traf (10:11 / 60.). In den verbleibenden zwei Sekunden konnten die Chiefs nicht mehr zurückschlagen und rollten somit als Verlierer vom Feld.

Viel mehr als leere Blicke und brutale Enttäuschung war danach in den Augen der Hausherren nicht zu erkennen, wogegen die Gästespieler ihren Keeper in ausgiebiger Feierlaune unter sich begruben. Es dauerte eine Weile, ehe sich Chiefs-Coach Gerry Elesen gefangen hatte und das erlebte in Worte packen konnte: „Wir waren eigentlich schon durch. Dann kam die rote Karte. Das war der Knackpunkt. Fünf Minuten für beide wären das Mindeste gewesen, was diese Szene verdient gehabt hätte“, haderte Elesen mit der Entscheidung der Unparteiischen. Aber auch mit dem eigenen Defensivverhalten war der Niederländer nicht zufrieden: „Wir fangen zu Hause 11 Gegentore. Da kann man nur schwer gewinnen. Das muss besser werden.“

Es bleiben ihm zwei Trainingseinheiten, um das Problem zu thematisieren. Denn bereits am kommenden Samstag (25.07. / 18 Uhr) geht es weiter im Kampf gegen die Play-Downs. Dann sind die Chiefs zu Gast bei den Badgers in Spaichingen, die am Wochenende mit einem Sieg gegen Düsseldorf an den Chiefs vorbeigezogen sind. Es bleibt also spannend.
 

Die Chiefs bedanken sich...

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