Manchmal lügt die Statistik eben doch nicht: Im fünften Jahr nacheinander kamen die Uedesheim Chiefs in ihrem Heimspiel gegen den TV Augsburg nicht über ein Unentschieden hinaus. Vielleicht sollten sich die Bayern die stressige und teure Reise im nächsten Jahr gleich schenken und man einigt sich im Vorfeld kampflos auf eine Punktetrennung. Dieses mal stand es nach 60 Minuten 6:6 (1:3 / 1:1 / 4:2) und die Zuschauer im tropisch warmen „ChiefsGarden“ hatten eine spannende und abwechslungsreiche Partie gesehen.
Die Chiefs mussten kurzfristig auf Holger Diekneite und Heiko Schmidt verzichten. Beide verletzten sich unter der Woche beim Training. Dafür schaffte es Marc Höveler noch pünktlich zum Spiel, er reiste direkt vom Flughafen an.
Den besseren Start in die Partie hatten die Gäste. Grade mal 19 Sekunden waren gespielt, da stocherte der heute überragende Lukas Fettinger die Kugel an der schläfrigen Chiefs-Defensive vorbei ins Tor (0:1 / 1. Minute). Die Chiefs brauchten ein paar Minuten, um sich von diesem Schock zu erholen und bekamen Hilfe in Form zwei Strafzeiten der Gäste. Die erste blieb noch ungenutzt, doch das zweite Überzahlspiel brachte den Ausgleich. Marc Höveler staubte nach einem Schuss von Wolly Schreiber ab (1:1 / 8.).
In der Folge entwickelte sich eine offene Partie. Die Chiefs gingen dabei meist etwas zu zerfahren zu Werke, durch das aggressive Forechecking der Gäste entsprangen Chancen oft nur durch Abpraller und Zufallsprodukte. Dazu hatten die Bayern mit Andreas Fuchs einen starken Keeper im Kasten. Nach vorne zeigten sich die Gäste besser sortiert, spielten schnell und zielstrebig in Richtung Olli Derigs. Die vermeintliche Führung für Augsburg wurde wegen hohem Stock aberkannt, aber das 1:2 fiel trotzdem: Stefan Gläsel erwischte die grade wechselnden Chiefs auf dem falschen Fuß und traf flach ins lange Eck für seine Farben (14.). Doch damit hatten die Gäste noch nicht genug. Die Chiefs vertendelten die Kugel vor dem eigenen Tor und der sehr quirlige Kevin Hnida hatte wenig Mühe, die 1:3 Pausenführung herauszuschiessen (18.).
Im zweiten Drittel bot sich ein ähnliches Bild wie in den ersten 20 Minuten. Es ging hin und her, beide Teams hatten Chancen. Olli Derigs musste einige scharfe Weitschüsse parieren und wurde bei einem Treffer der Gäste in seinem Torraum behindert, so dass das Tor aberkannt wurde. Auf der anderen Seite hatten die Chiefs auch genug Chancen, um wieder ranzukommen, aber man scheiterte einmal an der Latte und oft am souveränen Keeper der Gäste. In den letzten zwei Minuten des Mitteldrittels klingelte es dann doch noch jeweils einmal auf beiden Seiten. Zunächst traf Gläsel nach einer feinen Einzelleistung zum 1:4 (39.), im direkten Gegenzug fand Marcel Mörsch die Lücke am langen Pfosten und traf zum 2:4 (39.).
Den Schlussabschnitt mussten die Gäste in Unterzahl beginnen. Höveler nutzte das zum 3:4 (41.) und hauchte den Gastgebern wieder Hoffnung ein. Die drei Reihen der Chiefs waren kämpferisch jederzeit auf der Höhe und nun den mit nur zwei Reihen angereisten Gästen auch konditionell überlegen. Erneut Höveler traf zum Ausgleich (4:4 / 45.).
Jetzt waren die Chiefs am Drücker, mussten aber auf die schnellen Konter der Augsburger aufpassen. So gab es weiter Chancen auf beiden Seiten. Der zum letzten Drittel erstmals ins Tor der Chiefs gekommene Marc Baumgarth musste mehrfach Kopf und Kragen riskieren, um das Unentschieden zu halten. Der Mann des Tages war heute jedoch Marc Höveler. Ihm gelang in der 53. Minute sein vierter Treffer und die erstmalige Führung für die Chiefs (5:4).
Nun hatten die Chiefs die Sache vermeintlich im Griff, aber eine unnötiger Check von Bastian Remer hauchte den Gästen wieder leben ein. Gut drei Minuten vor dem Schlusspfiff fuhr Remer einen Check nur Sekundenbruchteile nachdem die Schiris abgepfiffen hatten noch zu Ende und kassierte eine 5-Minuten Strafe.
Zunächst hatte Sebastian Klerings nach einem Konter die Entscheidung auf der Kelle, nach feinem Bauerntrick kullerte die Kugel jedoch nur auf der Augsburger Torlinie entlang, aber wollte nicht rüber. Dann ging es ganz schnell. Ein feiner Spielzug der Bayern brachte das 5:5 (58.). Hnida war erfolgreich. Und es kam noch schlimmer: Die Chiefs machten vor dem eigenen Tor alles dicht, was Fettinger nicht davon abhielt, mit einem Hammer von der Mittellinie das 5:6 zu erzielen (59.).
Nun konnten sich die drei tapferen Verteidiger der Chiefs nicht mehr hinten verstecken, sondern mussten auf Konter lauern. Und die ansonsten taktisch starken Gäste taten der Mannschaft von Peter Schrills genau diesen Gefallen. Malte Bergstermann gewann an der Bande ein Duell und den Ball, passte zum freien Sebastian Leverenz, der 32 Sekunden vor dem Schlusspfiff per Direktabnahme zum vielumjubelten Ausgleich traf (6:6 / 60.). Danach passierte nicht mehr viel und mit dem wahrscheinlichsten aller Ergebnisse zwischen diesen beiden Teams ging die Partie zu Ende.
Trainer Peter Schrills war nach der Partie bedient: „Den Anfang haben wir verschlafen. Dann kamen wir eigentlich ganz gut rein in die Partie, haben die Tore aber nicht gemacht.“ Im letzten Drittel sah der Uedesheimer Übungsleiter dann die drei aufgebotenen Reihen als Hauptgrund zur Wende: „Die Augsburger waren platt und unsere Treffer die logische Folge. Ohne diese dumme Strafzeit am Ende hätten wir die Punkte heute sicher im Sack gehabt. Aber so können wir natürlich glücklich sein, noch den Punkt zu holen.“
Ein leises „auch wenn der uns nichts hilft“ deutet jedoch auf die tabellarische Situation hin, die nach diesem Unentschieden alles andere als gut aussieht für die Chiefs. Der zweite Platz und damit das Heimrecht in der ersten Play-Off-Runde scheint nicht mehr möglich zu sein. Dafür müssten die Chiefs die drei noch ausstehenden Spiele alle gewinnen und Augsburg sowie Schwabmünchen müssten noch beide mindestens zwei Partien verlieren. Selbst im Falle eines Sieges gegen Schwabmünchen im nächsten Spiel haben die Mammuts noch zwei Spiele in der Hinterhand, um sich wieder von den Chiefs abzusetzen und sogar noch den TV Augsburg zu überholen.
So bleibt den Chiefs bei noch mindestens einem Sieg wohl der Weg zum überragenden Tabellenführer der Nordliga, den Highlandern aus Lüdenscheid, in der ersten Runde der Play-Off’s nicht erspart.
Doch noch sind ja drei Spiele zu spielen, und man kann nie wissen was passiert. Von Seiten der Chiefs wird man in diesen Partien sicherlich keinen Gang zurückschalten. Am kommenden Sonntag (02.08. / 16 Uhr) testen die Chiefs beim Lokalkonkurrenten in Kaarst, am 17.08. steht dann die nächste schwere Prüfung an, wenn um 16 Uhr die Schwabmünchen Mammuts zu Gast im „ChiefsGarden“ sind.
Die Chiefs mussten kurzfristig auf Holger Diekneite und Heiko Schmidt verzichten. Beide verletzten sich unter der Woche beim Training. Dafür schaffte es Marc Höveler noch pünktlich zum Spiel, er reiste direkt vom Flughafen an.
Den besseren Start in die Partie hatten die Gäste. Grade mal 19 Sekunden waren gespielt, da stocherte der heute überragende Lukas Fettinger die Kugel an der schläfrigen Chiefs-Defensive vorbei ins Tor (0:1 / 1. Minute). Die Chiefs brauchten ein paar Minuten, um sich von diesem Schock zu erholen und bekamen Hilfe in Form zwei Strafzeiten der Gäste. Die erste blieb noch ungenutzt, doch das zweite Überzahlspiel brachte den Ausgleich. Marc Höveler staubte nach einem Schuss von Wolly Schreiber ab (1:1 / 8.).
In der Folge entwickelte sich eine offene Partie. Die Chiefs gingen dabei meist etwas zu zerfahren zu Werke, durch das aggressive Forechecking der Gäste entsprangen Chancen oft nur durch Abpraller und Zufallsprodukte. Dazu hatten die Bayern mit Andreas Fuchs einen starken Keeper im Kasten. Nach vorne zeigten sich die Gäste besser sortiert, spielten schnell und zielstrebig in Richtung Olli Derigs. Die vermeintliche Führung für Augsburg wurde wegen hohem Stock aberkannt, aber das 1:2 fiel trotzdem: Stefan Gläsel erwischte die grade wechselnden Chiefs auf dem falschen Fuß und traf flach ins lange Eck für seine Farben (14.). Doch damit hatten die Gäste noch nicht genug. Die Chiefs vertendelten die Kugel vor dem eigenen Tor und der sehr quirlige Kevin Hnida hatte wenig Mühe, die 1:3 Pausenführung herauszuschiessen (18.).
Im zweiten Drittel bot sich ein ähnliches Bild wie in den ersten 20 Minuten. Es ging hin und her, beide Teams hatten Chancen. Olli Derigs musste einige scharfe Weitschüsse parieren und wurde bei einem Treffer der Gäste in seinem Torraum behindert, so dass das Tor aberkannt wurde. Auf der anderen Seite hatten die Chiefs auch genug Chancen, um wieder ranzukommen, aber man scheiterte einmal an der Latte und oft am souveränen Keeper der Gäste. In den letzten zwei Minuten des Mitteldrittels klingelte es dann doch noch jeweils einmal auf beiden Seiten. Zunächst traf Gläsel nach einer feinen Einzelleistung zum 1:4 (39.), im direkten Gegenzug fand Marcel Mörsch die Lücke am langen Pfosten und traf zum 2:4 (39.).
Den Schlussabschnitt mussten die Gäste in Unterzahl beginnen. Höveler nutzte das zum 3:4 (41.) und hauchte den Gastgebern wieder Hoffnung ein. Die drei Reihen der Chiefs waren kämpferisch jederzeit auf der Höhe und nun den mit nur zwei Reihen angereisten Gästen auch konditionell überlegen. Erneut Höveler traf zum Ausgleich (4:4 / 45.).Jetzt waren die Chiefs am Drücker, mussten aber auf die schnellen Konter der Augsburger aufpassen. So gab es weiter Chancen auf beiden Seiten. Der zum letzten Drittel erstmals ins Tor der Chiefs gekommene Marc Baumgarth musste mehrfach Kopf und Kragen riskieren, um das Unentschieden zu halten. Der Mann des Tages war heute jedoch Marc Höveler. Ihm gelang in der 53. Minute sein vierter Treffer und die erstmalige Führung für die Chiefs (5:4).
Nun hatten die Chiefs die Sache vermeintlich im Griff, aber eine unnötiger Check von Bastian Remer hauchte den Gästen wieder leben ein. Gut drei Minuten vor dem Schlusspfiff fuhr Remer einen Check nur Sekundenbruchteile nachdem die Schiris abgepfiffen hatten noch zu Ende und kassierte eine 5-Minuten Strafe.
Zunächst hatte Sebastian Klerings nach einem Konter die Entscheidung auf der Kelle, nach feinem Bauerntrick kullerte die Kugel jedoch nur auf der Augsburger Torlinie entlang, aber wollte nicht rüber. Dann ging es ganz schnell. Ein feiner Spielzug der Bayern brachte das 5:5 (58.). Hnida war erfolgreich. Und es kam noch schlimmer: Die Chiefs machten vor dem eigenen Tor alles dicht, was Fettinger nicht davon abhielt, mit einem Hammer von der Mittellinie das 5:6 zu erzielen (59.).
Nun konnten sich die drei tapferen Verteidiger der Chiefs nicht mehr hinten verstecken, sondern mussten auf Konter lauern. Und die ansonsten taktisch starken Gäste taten der Mannschaft von Peter Schrills genau diesen Gefallen. Malte Bergstermann gewann an der Bande ein Duell und den Ball, passte zum freien Sebastian Leverenz, der 32 Sekunden vor dem Schlusspfiff per Direktabnahme zum vielumjubelten Ausgleich traf (6:6 / 60.). Danach passierte nicht mehr viel und mit dem wahrscheinlichsten aller Ergebnisse zwischen diesen beiden Teams ging die Partie zu Ende.
Trainer Peter Schrills war nach der Partie bedient: „Den Anfang haben wir verschlafen. Dann kamen wir eigentlich ganz gut rein in die Partie, haben die Tore aber nicht gemacht.“ Im letzten Drittel sah der Uedesheimer Übungsleiter dann die drei aufgebotenen Reihen als Hauptgrund zur Wende: „Die Augsburger waren platt und unsere Treffer die logische Folge. Ohne diese dumme Strafzeit am Ende hätten wir die Punkte heute sicher im Sack gehabt. Aber so können wir natürlich glücklich sein, noch den Punkt zu holen.“
Ein leises „auch wenn der uns nichts hilft“ deutet jedoch auf die tabellarische Situation hin, die nach diesem Unentschieden alles andere als gut aussieht für die Chiefs. Der zweite Platz und damit das Heimrecht in der ersten Play-Off-Runde scheint nicht mehr möglich zu sein. Dafür müssten die Chiefs die drei noch ausstehenden Spiele alle gewinnen und Augsburg sowie Schwabmünchen müssten noch beide mindestens zwei Partien verlieren. Selbst im Falle eines Sieges gegen Schwabmünchen im nächsten Spiel haben die Mammuts noch zwei Spiele in der Hinterhand, um sich wieder von den Chiefs abzusetzen und sogar noch den TV Augsburg zu überholen.
So bleibt den Chiefs bei noch mindestens einem Sieg wohl der Weg zum überragenden Tabellenführer der Nordliga, den Highlandern aus Lüdenscheid, in der ersten Runde der Play-Off’s nicht erspart.
Doch noch sind ja drei Spiele zu spielen, und man kann nie wissen was passiert. Von Seiten der Chiefs wird man in diesen Partien sicherlich keinen Gang zurückschalten. Am kommenden Sonntag (02.08. / 16 Uhr) testen die Chiefs beim Lokalkonkurrenten in Kaarst, am 17.08. steht dann die nächste schwere Prüfung an, wenn um 16 Uhr die Schwabmünchen Mammuts zu Gast im „ChiefsGarden“ sind.

